In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt sind deine Bereitschaft zur Weiterentwicklung und Lernfreude zentrale Erfolgsfaktoren. Digitalisierung, Automatisierung und neue Formen der Zusammenarbeit stellen uns alle vor Herausforderungen, aber auch vor Chancen. Ob durch Upskilling, Reskilling oder Cross-Skilling: Wer kontinuierlich in die eigenen Skills (Fähigkeiten) investiert, bleibt anschlussfähig.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Upskilling?
- Was ist Reskilling?
- Was ist Cross-Skilling?
- Deine Vorteile durch Upskilling, Reskilling und Cross-Skilling
- Starte deinen Lernweg
- Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt es?
- Sollte ich als Arbeitgeber in Upskilling investieren?
- Wo es auf dem Arbeitsmarkt unbedingt Upskilling braucht
- Können Re- und Upskilling Programme beim Rekrutieren unterstützen?
- Wo in der Firmenorganisation sollten Re- und Upskilling Programme angerissen werden?
- Das bringen Upskilling, Reskilling und Cross-Skilling
Was ist Upskilling?
Upskilling bedeutet, dass du deine bestehenden Fähigkeiten gezielt ausbaust oder vertiefst, und zwar innerhalb deines aktuellen Berufsfeldes. So stärkst du deine Position im aktuellen Job und machst dich fit für kommende Anforderungen.
Beispiel: Angenommen, du arbeitest als Social Media Managerin bei einer Versicherung. Nun eignest du dir Skills in Google Analytics an, damit du noch genauer analysieren kannst, was deine Social Media Posts nützen.
Was ist Reskilling?
Mit Reskilling ist der Aufbau von Skills gemeint, die für einen anderen Beruf oder eine andere Branche erforderlich sind.
Beispiel: Nach einigen Jahren als Social Media Managerin hast du Lust auf eine neue Herausforderung. Da du bereits mit Analysetools wie Google Analytics in Berührung gekommen bist, würdest du dich gerne stärker mit Data Analytics auseinandersetzen und lernst unter anderem SQL und Power BI. Das eröffnet dir ein ganzes neues Berufsfeld.
Was ist Cross-Skilling?
Cross-Skilling schliesslich bezeichnet den Erwerb von Skills, die in verschiedenen Berufsfeldern relevant sind. Diese übergreifenden Skills helfen dir, flexibel zu bleiben und dich in verschiedenen Branchen zurechtzufinden.
Beispiel: Du machst wiederholt die Erfahrung, dass du trotz deiner Expertise bei deinen Vorgesetzten Mühe hast, deine Argumente überzeugend anzubringen. Du eignest dir Verkaufs- und Präsentationsskills an, damit du deine Sichtweise besser und überzeugender darlegen kannst. Das bringt dich in deinem Job weiter und hilft dir auch in deiner Freizeit im Vorstand des Turnvereins.
Deine Vorteile durch Upskilling, Reskilling und Cross-Skilling
- Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Unternehmen suchen nach Menschen mit zukunftsrelevanten Skills. Wer am Ball bleibt, verbessert seine Position auf dem Arbeitsmarkt spürbar.
- Neue Perspektiven erlangen: Wer sich stetig weiterbildet und das eigene Fachwissen erweitert, baut sich neue Perspektiven auf. Auch Aufstiegsmöglichkeiten werden greifbarer.
- Höheres Gehalt und attraktivere Arbeitsbedingungen: Mit zusätzlichen Skills profitierst du von besseren Verdienstmöglichkeiten und attraktiveren Arbeitsbedingungen.
- Mehr Zufriedenheit im Job: Neues zu lernen und Herausforderungen zu meistern, steigert nicht nur deine fachlichen Skills, sondern auch deine Freude an der Arbeit.
- Neue Karriereperspektiven entdecken: Weiterbildung eröffnet dir ganz neue berufliche Wege, sei es in verwandten Bereichen oder bei einer kompletten Neuorientierung. So gewinnst du mehr Gestaltungsfreiheit für deine Zukunft.
Starte deinen Lernweg
- Reflektiere deine aktuellen Fähigkeiten: Was kannst du alles schon? Berufliche Weiterentwicklung ist kein Sprung ins kalte Wasser. Nimm dir Zeit, um deine Richtung zu definieren und eine klare Strategie zu entwickeln.
- Setze dir ein Ziel: Was möchtest du noch lernen? Tools wie die Work-ID verschaffen dir einen guten Überblick über deine Skills.
- Integriere Lernen in deinen Alltag: Möchtest du in deiner aktuellen Rolle wachsen, etwas Neues dazulernen oder dich komplett neu ausrichten? Je klarer dein Ziel, desto leichter der Weg dorthin.
- Hole Feedback aktiv ein: Weiterbildung bedeutet nicht immer mehr theoretisches Fachwissen. Du erlernst neue Skills auch durch neue Aufgaben, Projekte oder den Austausch im Team.
- Bleib neugierig: Sprich mit Kolleginnen und Kollegen oder Vorgesetzten. Der Blick von aussen hilft zur Orientierung, wo du gerade stehst und was mögliche nächste Schritte sind.
Die Arbeitswelt verändert sich. Trau dich, mitzugehen! Die Komfortzone zu verlassen, ist einer der stärksten Karriere-Booster.
Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt es?
Weiterbildung ist heute so flexibel und vielfältig wie nie zuvor. Du hast die Möglichkeit, so zu lernen, wie es am besten zu dir passt:
- Online-Kurse und E-Learning: Es gibt zahlreiche Online-Plattformen, die eine grosse Auswahl an Weiterbildungskursen anbieten. Ideal für alle, die ortsunabhängig und im eigenen Tempo lernen möchten.
- Seminare und Workshops: Seminare und Workshops bieten praxisnahes Lernen, oft im direkten Austausch mit Fachpersonen, sowohl vor Ort als auch individuell.
- Selbststudium: Bücher, Podcasts, Fachartikel – hier bestimmst du, was, wie und wann.
- Mentoring und Peer-Learning: Ein/e Mentor/in kann dich nicht nur fachlich, sondern auch strategisch bei deiner beruflichen Weiterentwicklung begleiten. Auch der Austausch mit Gleichgesinnten im Peer-Learning-Format kann sehr bereichernd sein.
- Interne Lernangebote: Viele Unternehmen bieten interne Weiterbildungsprogramme. Frag nach und nutze sie.
Tipp: Frage den Chatbot Workly in der Work-ID nach Weiterbildungen. Er macht dir Vorschläge, die zu deinen Skills und Zielen passen.
Sollte ich als Arbeitgeber in Upskilling investieren?
Auch für Unternehmen ist es höchste Zeit, an Up-, Re- und Cross-Skilling zu denken.
Bereits 2020 beobachteten 87% der Unternehmen Skills-Gaps oder erwarteten diese in den nächsten fünf Jahren. Gemäss dieser Prognose haben 2026 also 9 von 10 Unternehmen mit Skills-Gaps zu kämpfen. Die Skills von Mitarbeitenden zu kennen und frühzeitig konkrete Upskilling-Programme anzubieten, wird dadurch zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Für Unternehmen bedeutet Upskilling:
- Dynamisch zu bleiben und mit den neuesten Trends und Entwicklungen am Markt mitzuhalten.
- Fachkräfteengpässe intern zu lösen, ohne auf externe Menschen angewiesen zu sein.
- Effizientere Arbeitsprozesse durch die fortlaufende Anpassung an technologische Trends.
- Messbare Erfolge: Unternehmen, die Upskilling Programme anbieten und begleiten, wissen genau, welche Skills erworben werden und wie sie den Arbeitserfolg steigern.
- Positives Employer-Branding: Wer seinen Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln, fördert Motivation und Bindung und letztlich die Produktivität des Unternehmens.
Beispiel: Unternehmen, die bereits vor der Pandemie mit Trends wie Remote Work, Online-Meetings und Plattformen wie Microsoft Teams vertraut waren, konnten deutlich schneller auf die neuen Gegebenheiten reagieren. Sie waren in der Lage, den Betrieb nahezu unterbruchsfrei aufrechterhalten und ihre Teams effizient zu führen, während andere erst in Infrastruktur und Schulungen investieren mussten. Dieses Beispiel zeigt, wie wertvoll es ist, vorausschauend in Skills zu investieren, um in entscheidenden Momenten handlungsfähig zu bleiben.
Wo es auf dem Arbeitsmarkt unbedingt Upskilling braucht
Im Zeitalter der digitalen Transformation rücken vor allem technologische Skills in den Vordergrund. Gemäss dem Future of Jobs Report 2025 zählen insbesondere Fähigkeiten im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, der Analyse grosser Datenmengen und dem Einsatz neuer Softwarelösungen zu den gefragtesten Fähigkeiten. Auch das Thema Cybersecurity gewinnt zunehmend an Bedeutung, und zwar über alle Berufsfelder hinweg.
Gleichzeitig wird kritisches Denken zu einem der wichtigsten Soft Skills, denn es bildet unter anderem die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.
Können Re- und Upskilling Programme beim Rekrutieren unterstützen?
Re- und Upskilling wird am besten von Anfang an bei der Employee Experience mitgedacht. Es soll im Recruiting also nicht nur darum gehen, wer bereits die besten Qualifikationen mitbringt, sondern wer bereit dazu ist, die eigenen Skills zu vertiefen. Längerfristig besteht das Team so aus Mitarbeitenden, die motiviert und lernbereit sind. Wer Kandidaten und Kandidatinnen das Gefühl gibt, wahrgenommen und gefördert zu werden, sorgt ausserdem für eine positive Candidate Experience.
Re- und Upskilling ermöglicht zudem internes Recruiting. Wer den Blick nach innen richtet, erkennt vielleicht, dass bereits Menschen vorhanden sind, die sich für ein Re- oder Upskilling eignen. Das senkt nicht nur die Rekrutierungskosten, sondern stärkt auch die Bindung zwischen den Mitarbeitenden und dem Unternehmen.
Wo in der Firmenorganisation sollten Re- und Upskilling Programme angerissen werden?
Oft wird Re- und Upskilling als HR-Thema abgestempelt. Das stimmt zwar, jedoch nur bedingt. Re- und Upskilling sind wesentliche Wegweiser für die Zukunft und daher eng verwoben mit der allgemeinen Unternehmensstrategie. Wer Re- und Upskilling nachhaltig und zielorientiert gestalten will, setzt auf eine enge Zusammenarbeit der Führungsebene und der HR-Abteilung.
Erfahre, wie du Skills-basiertes Lernen in einem Unternehmen umsetzen kannst.
Das bringen Upskilling, Reskilling und Cross-Skilling
Upskilling, Reskilling und Cross-Skilling sind heute unverzichtbar, sowohl für Mitarbeitende als auch für Unternehmen. Wer sich weiterentwickelt, gewinnt neue Perspektiven und stärkt die eigene berufliche Zukunft in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Unternehmen profitieren von motivierten, lernbereiten Teams, die mit den Veränderungen Schritt halten und Innovation vorantreiben.
Letztlich sind Skills die gemeinsame Währung für eine zukunftsfähige Arbeitswelt. Sie sind es, die zum Erfolg führen – für alle Beteiligten.
