Du investierst Zeit und Budget in Stellenanzeigen, aber es gehen keine passenden Bewerbungen ein? Oder erhältst du zwar zahlreiche Bewerbungen, doch wirklich passende Menschen sind kaum darunter?
Inhaltsverzeichnis
- Das eigentliche Problem: komplexe Bewerbungsprozesse
- Versteckte Kosten schlechter Prozesse
- Der Bewerbungsprozess prägt dein Arbeitgeberimage
- 3 Faktoren, die eine moderne Candidate Experience ausmachen
- Der entscheidende Perspektivenwechsel im Recruiting
- 1-Klick-Bewerbung
- So funktioniert es konkret
- Für wen eignet sich dieser Ansatz besonders?
- Einfachheit als Erfolgsfaktor
In einigen Bereichen ist es für Unternehmen schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden, während gleichzeitig viele Stellensuchende Mühe haben, eine passende Stelle zu finden. Oft liegt das Problem nicht an der Anzahl der Bewerbungen, sondern an der fehlenden Passung zwischen Anforderungen und verfügbaren Skills.
Ein Faktor, der dabei häufig unterschätzt wird, ist der Bewerbungsprozess selbst. Auch wenn er nicht die alleinige Ursache ist, entscheidet er mit darüber, ob potenziell passende Kandidatinnen und Kandidaten überhaupt in den Austausch mit dir treten.
Das eigentliche Problem: komplexe Bewerbungsprozesse
Viele Bewerbungsprozesse sind historisch gewachsen und orientieren sich noch immer an klassischen Abläufen. Entsprechend sind sie oft komplex und aufwändig, sowohl für das Unternehmen als auch für die Bewerber/innen selbst. 58% der Jobsuchenden gaben bei einer Umfrage von Softgarden an, schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen zu haben, weil ihnen die Bewerbung zu umständlich war.
Zu den typischsten Hürden zählen dabei gemäss Statista unter anderem:
- umständliche Bewerbungsverfahren,
- lange Reaktionszeiten,
- unsympathisches Auftreten des Unternehmens,
- schlechte Stellenanzeigen
- und fehlende mobile Bewerbungsmöglichkeiten.
Unabhängig von der Arbeitsmarktsituation gilt: Je höher der Aufwand im Bewerbungsprozess, desto eher brechen Kandidatinnen und Kandidaten ab. Diese Entscheidung fällt oft innerhalb weniger Minuten.
Nicht allein die Arbeitsmarktsituation entscheidet darüber, ob du passende Menschen erreichst, sondern wie einfach du den Einstieg in dein Unternehmen gestaltest.
Versteckte Kosten schlechter Prozesse
Ein komplizierter Bewerbungsprozess hat direkte Auswirkungen auf den Erfolg deines Unternehmens. Diese Auswirkungen sind aber nicht immer sofort sichtbar.
Offene Stellen ziehen zwangsläufig auch Opportunitätskosten mit sich: Sie bleiben länger unbesetzt, weil potenziell passende Menschen den Prozess gar nicht erst durchlaufen. Dadurch verlängern sich die Vakanzzeiten und es fehlen wichtige Ressourcen im operativen Geschäft. Eine 50-tägige, unbesetzte IT-Stelle in einem mittelgrossen Schweizer Unternehmen zieht Kosten von etwa 170’000 CHF nach sich. Gleichzeitig steigen die Recruiting-Kosten. Mehr Inserate, zusätzlicher Aufwand im Active Sourcing und längere Prozesse im Personalwesen binden Zeit und Budget. Ein Stelleninserat ist im Durchschnitt fast 47 Tage lang online. Ganze 70 Tage dauert ein durchschnittlicher Bewerbungsprozess in der Schweiz insgesamt. Ineffiziente Prozesse ziehen dies noch weiter in die Länge.
Der Bewerbungsprozess prägt dein Arbeitgeberimage
Der Bewerbungsprozess ist einer der ersten Kontaktpunkte zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitenden. Und beeinflusst daher von Anfang an, wie ein Arbeitgeber wahrgenommen wird.
Ein umständlicher oder langwieriger Prozess wirkt schnell unmodern und wenig wertschätzend.
Bewerbende, die bereits beim ersten Schritt viel Zeit investieren müssen, hinterfragen unweigerlich, wie effizient und zeitgemäss das Unternehmen insgesamt arbeitet.
Besonders kritisch: Der Bewerbungsprozess wirkt wie ein Filter, allerdings nicht immer in die gewünschte Richtung. Während einige Kandidatinnen und Kandidaten den Aufwand eher in Kauf nehmen, brechen andere den Bewerbungsprozess frühzeitig ab. Das gilt besonders dann, wenn der Einstieg unnötig kompliziert ist, selbst wenn das Profil gut zur Stelle passt.
3 Faktoren, die eine moderne Candidate Experience ausmachen
Eine moderne Candidate Experience zeichnet sich durch 3 zentrale Faktoren aus:
- Einfachheit: Der Einstieg ins Unternehmen ist klar, intuitiv und ohne unnötige Hürden möglich.
- Geschwindigkeit: Reaktionen erfolgen zeitnah, Prozesse sind auf das Wesentliche reduziert.
- Mobile First: Bewerbungen funktionieren problemlos auf mobilen Geräten.
Kandidatinnen und Kandidaten erwarten die gleiche Benutzerfreundlichkeit, die sie aus anderen digitalen Anwendungen kennen. Wer hier überzeugt, schafft bereits vor dem ersten persönlichen Kontakt Vertrauen.
Der entscheidende Perspektivenwechsel im Recruiting
Viele Unternehmen denken beim Recruiting aus ihrer eigenen Perspektive. Der Fokus liegt darauf, Bewerbungen zu sammeln und diese anschliessend zu prüfen. Doch Menschen machen sich ein genaues Bild vom Unternehmen und treffen sehr schnell die Entscheidung, ob sie sich überhaupt bewerben.
Der entscheidende Perspektivenwechsel besteht deshalb darin, nicht mehr auf vollständige Bewerbungen zu warten, sondern die Interessensbekundung möglichst einfach zu ermöglichen.
Statt Bewerbungen einzufordern, müssen Unternehmen eine niederschwellige Möglichkeit schaffen, mit potenziellen Bewerber/innen in Kontakt zu treten. Wer diesen Ansatz verfolgt, erweitert den Zugang zu Kandidatinnen und Kandidaten deutlich und erhöht gleichzeitig die Qualität der Kontakte.
1-Klick-Bewerbung
Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf neue Ansätze, die den Einstieg in den Bewerbungsprozess radikal vereinfachen. Ein Beispiel dafür bietet die 1-Klick-Interessensbekundung.
Der Grundgedanke ist einfach: Der klassische Bewerbungsprozess wird durch einen minimalen Einstieg ersetzt. Anstatt Zeit in Formulare und Dokumente zu investieren, können Menschen ihr Interesse mit einem einzigen Klick signalisieren.
Die eigentliche Bewertung erfolgt in einem zweiten Schritt nicht mehr primär über Lebensläufe, sondern über vorhandene Skills und relevante Erfahrungen. Der Fokus verschiebt sich somit von formalen Unterlagen hin zur tatsächlichen Passung. Dadurch wird ein schnellerer und gleichzeitig zielgerichteterer Einstieg in den Dialog zwischen Unternehmen und Bewerber/innen ermöglicht.
So funktioniert es konkret
Der Ablauf eines solchen vereinfachten Prozesses lässt sich in vier Schritte unterteilen:
- Anforderungsprofil erstellen: Im ersten Schritt definierst du als Arbeitgeber ein Anforderungsprofil. Dabei stehen die benötigten Skills und die relevanten Anforderungen der Position im Mittelpunkt.
- Interesse per 1-Klick bekunden: Im zweiten Schritt signalisieren Menschen über ihre persönliche Work-ID ihr Interesse – schnell, unkompliziert und ohne zusätzliche Hürden oder Dokumente.
- Matching auf Basis von Skills: Anschliessend erfolgt die Vorauswahl anhand der vorhandenen Skills. Unternehmen erkennen rasch, welche Profile gut zur offenen Position passen.
- Direkter Austausch: Bei einer Übereinstimmung kommt es direkt zum Kontakt. Der Austausch erfolgt unkompliziert und ohne unnötige Verzögerung.
Dieser Prozess reduziert nicht nur den Aufwand für beide Seiten, sondern beschleunigt den gesamten Recruiting-Zyklus erheblich.
Praxisbeispiel: Wir nutzen die 1-Klick-Bewerbung bereits für unsere eigenen Vakanzen. Und das sehr erfolgreich, wie das Beispiel für eine Stelle als Marketing-Spezialist*in zeigt: Aus einer Vielzahl von Interessenbekundungen wurden passende Profile identifiziert und 7 Kandidatinnen und Kandidaten kontaktiert. 5 dieser 1-Klick-Bewerbungen führten zu halbstündigen Online-Gesprächen, davon wiederum 3 zu weiterführend längeren Gesprächen vor Ort. Schlussendlich wurde so erfolgreich eine Person eingestellt.
Für wen eignet sich dieser Ansatz besonders?
Ein vereinfachter Bewerbungsprozess ist nicht in jeder Situation gleich relevant, bietet jedoch insbesondere in folgenden Kontexten klare Vorteile:
- Unternehmen in Branchen, die unter Fachkräftemangel leiden, profitieren von einem grösseren Zugang zu potenziellen Talenten.
- Organisationen mit vielen offenen Stellen können ihre Prozesse deutlich effizienter gestalten.
- KMU mit begrenzten HR-Ressourcen können ihren administrativen Aufwand reduzieren.
- Unternehmen in dynamischen Märkten gewinnen an Geschwindigkeit und Flexibilität.
Gerade dort, wo Zeit ein kritischer Faktor ist, wird ein vereinfachter Einstieg zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Einfachheit als Erfolgsfaktor
Der Bewerbungsprozess ist ein zentraler Bestandteil der Positionierung als Arbeitgeber. Wenn du den Einstieg einfach und zugänglich gestaltest, erhöhst du nicht nur die Anzahl, sondern vor allem die Qualität der Kontakte.
Menschen reagieren auf Angebote, die ihnen einen schnellen und unkomplizierten Einstieg ermöglichen.
Wer das Recruiting neu denkt und die Prozesse entsprechend gestaltet, wird langfristig erfolgreicher rekrutieren.
Mach jetzt deinen Bewerbungsprozess mit der 1-Klick-Interessenbekundung einfacher. Erfahre im nächsten Schritt, wie du auch deinen Auswahlprozess effizient gestalten kannst, um so die passendsten Menschen für dich zu gewinnen.
