Führt dich die klassische Suche nach Mitarbeitenden mit Stellenanzeigen und Lebensläufen nicht zum Ziel? Dann lohnt sich ein Perspektivenwechsel: weg von starren Rollenbildern, hin zu dem, was wirklich zählt. Nämlich Skills.
Inhaltsverzeichnis
Wie Skills beim Rekrutieren den Unterschied machen
Viele Menschen, die fachlich und zwischenmenschlich gut passen würden, bleiben in klassischen Verfahren unsichtbar. Der Lebenslauf zeigt selten, was jemand wirklich kann. Vielmehr zeigt er irrelevante Eckdaten. Eine Studie des Schweizer Forschungszentrums NCCR – on the move zeigt: Kinder von Zuwanderer/innen müssen trotz Schweizer Abschluss und doppelter Staatsbürgerschaft 30% mehr Bewerbungen verschicken, um bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Eine Befragung unter Arbeitnehmenden zeigt zudem: 84% sind überzeugt, dass eine Skills-basierte Auswahl helfen kann, Vorurteile zu reduzieren. Das unterstreicht, wie wichtig ein gerechter Zugang zum Arbeitsmarkt ist und welchen Beitrag Skills-basierte Verfahren leisten können. Eine umfassende Übersicht über die Skills der bestehenden Mitarbeitenden fehlt in vielen Unternehmen: Nur 12% der HR-Verantwortlichen in der DACH-Region geben an, die Skills ihrer Mitarbeitenden wirklich zu kennen. Genau an diesen Punkten setzt der Skills-Manager an. Er hilft dir, Menschen anhand ihrer Skills auszuwählen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Werdegang. Zudem hilft dir der Skills-Manager zu identifizieren, welche Skills bereits in deinem Unternehmen vorhanden sind und wo es noch Lücken hat.
Finde heraus, welche Skills du wirklich brauchst
Bevor du passende Menschen findest, musst du wissen, welche Aufgaben erledigt werden müssen und welche Skills es dafür braucht. Nicht jede Aufgabe verlangt nach einem «perfekten» Lebenslauf, aber jede Aufgabe verlangt nach gewissen Fähigkeiten, nach Skills.
Die folgenden Fragen können dir helfen, die nötigen Skills zu identifizieren:
- Was genau soll die neue Person im Unternehmen erreichen?
- Welche technischen, sozialen oder methodischen Skills braucht es dafür?
- Welche dieser Skills muss jemand zwingend mitbringen?
- Welche Skills können «on the job» erlernt werden?
Wenn du die Anforderungen aus deiner Stellenanzeige in Skills übersetzt, wird deine Suche gezielter, realistischer und fairer. Du öffnest dich für Menschen, die vielleicht nicht alles mitbringen, was auf dem Papier gefragt ist, aber genau das Richtige können.
Mit einem Talentpool zum Vorsprung im Recruiting
In einem Unternehmen entstehen immer wieder Situationen, in denen bestimmte Skills fehlen. Sei es, weil sich Anforderungen verändern, weil Mitarbeitende kündigen oder in Pension gehen. Diese Lücken zeigen sich oft erst dann, wenn die Skills schon dringend benötigt würden.
Mit einem Talentpool hast du ein kontinuierlich wachsendes Netzwerk an Personen mit passenden Werten und Skills für dein Unternehmen. Laut dem LinkedIn Global Talent Trends Report 2024 kann ein Skills-basierter Ansatz dazu führen, dass sich dein Talentpool um das Zehnfache vergrössert. Gleichzeitig steigt durch den Fokus auf Skills die Chance, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zu finden, was langfristig für mehr Produktivität und neue Impulse im Unternehmen sorgt.
Ein solcher Talentpool hilft dir, frühzeitig zu erkennen:
- welche Menschen bestimmte Skills bald nicht mehr einbringen können (z.B. wegen Laufbahnwechsel oder Pensionierung)
- wo du ergänzende Skills brauchst, um dein Team zu stärken
Beispiel: Eine HR-Fachperson in einem Software-Unternehmen weiss, dass eine erfahrene Sales-Mitarbeitende in einem halben Jahr in den Ruhestand tritt. Ihre Skills im Bereich Kundenberatung sind zentral. Statt erst dann zu suchen, wenn die Mitarbeitende bereits in Rente ist, kann die HR-Fachperson mit dem Skills-Manager frühzeitig, intern, oder extern, passende Menschen identifizieren und gezielt aufbauen.
Wenn du nicht mehr nach Lebensläufen suchst, sondern nach Skills, veränderst du mehr als nur deinen Rekrutierungsprozess.
