Ob Word, Excel, SAP oder KI-Tools: Digitale Anwendungen gehören heute in vielen Berufen zum Arbeitsalltag. Entsprechend häufig findest du in Stellenanzeigen Begriffe wie EDV-Kenntnisse, IT-Kenntnisse oder digitale Skills. Doch was ist damit eigentlich gemeint?
EDV steht für elektronische Datenverarbeitung. Der Begriff bezeichnet Kenntnisse im Umgang mit Computern und digitalen Anwendungen. Heute wird daneben häufig von IT-Kenntnissen gesprochen. IT steht für Informationstechnologie und ist der breitere Begriff. Er kann neben der Anwendung von Software auch technische Kenntnisse in Bereichen wie Hardware, Netzwerke, Datenbanken oder Programmierung umfassen.
Welche Kenntnisse tatsächlich verlangt werden, hängt deshalb immer von der jeweiligen Stelle ab.
Inhaltsverzeichnis
Was gehört zu EDV- und IT-Kenntnissen?
Wenn in einer Stellenanzeige allgemein gute EDV- oder IT-Kenntnisse verlangt werden, sind damit häufig Kenntnisse in gängigen digitalen Anwendungen gemeint.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Texte verarbeiten: Microsoft Word oder Google Docs
- Tabellen kalkulieren: Microsoft Excel oder Google Sheets
- Präsentationen gestalten: Microsoft PowerPoint oder Google Slides
- E-Mail und Kommunikation: Microsoft Outlook, Microsoft Teams oder vergleichbare Anwendungen
- Cloud-Anwendungen: Google Drive, Microsoft OneDrive oder SharePoint
- ERP-Systeme bedienen: beispielsweise SAP
- CRM-Systeme bedienen: Anwendungen zur Verwaltung von Kundenbeziehungen
- Content-Management-Systeme bedienen: beispielsweise WordPress
- Projektmanagement-Tools verwenden: digitale Anwendungen zur Planung und Koordination von Aufgaben und Projekten
- KI-Tools anwenden: beispielsweise ChatGPT und andere Anwendungen mit künstlicher Intelligenz
Beispiel: Du arbeitest im Verkauf und pflegst Kundendaten selbständig in einem CRM-System. Gleichzeitig erstellst du Angebote in Word und Auswertungen in Excel. Damit bringst du bereits mehrere digitale Skills mit.
Je nach Beruf kommen weitere branchenspezifische Programme und Systeme hinzu.
IT-Kenntnisse können noch weiter gehen
Bei technischen Berufen umfasst der Begriff IT-Kenntnisse häufig mehr als die sichere Anwendung von Standardprogrammen.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Programmiersprachen
- Datenbanken
- Cloud-Technologien
- Netzwerke
- IT-Sicherheit
- Betriebssysteme
- Softwareentwicklung
- Datenanalyse
- Automatisierung
- Administration von IT-Systemen
Beispiel: Du arbeitest in der Softwareentwicklung und programmierst Anwendungen mit Java und Python. Ausserdem nutzt du SQL, um Daten aus Datenbanken abzufragen und zu verarbeiten. Statt deine Fähigkeiten allgemein als «IT-Kenntnisse» zu beschreiben, nennst du die konkreten Technologien und Programmiersprachen, mit denen du arbeiten kannst.
EDV- und IT-Kenntnisse sind Hard-Skills
EDV- und IT-Kenntnisse gehören zu den Hard-Skills, da sie fachliche Fähigkeiten beschreiben, die du im Umgang mit digitalen Anwendungen und Technologien einsetzt. Wie bei anderen Skills – ob Hard- oder Soft-Skills – können sie durch Lernen, Übung und praktische Erfahrung weiterentwickelt werden.
«Excel-Kenntnisse» allein sagt beispielsweise noch wenig darüber aus, was du tatsächlich kannst. Vielleicht erstellst du lediglich einfache Tabellen oder du arbeitest mit komplexen Formeln, Pivot-Tabellen und umfangreichen Datenauswertungen.
Versuche deshalb, deine digitalen Skills möglichst konkret zu beschreiben:
- Microsoft Excel: sehr gute Kenntnisse, inklusive Pivot-Tabellen und Datenanalysen
- SAP: mehrjährige praktische Erfahrung im täglichen Einsatz
- WordPress: selbstständige Erstellung und Pflege von Website-Inhalten
- ChatGPT: regelmässiger Einsatz für Recherche, Ideenentwicklung und Textentwürfe
Ein konkreter Vergleich: Statt im Lebenslauf nur «Microsoft Office: gute Kenntnisse» zu schreiben, kannst du angeben: «Microsoft Excel: sehr gute Kenntnisse in Datenanalyse und Pivot-Tabellen; Microsoft PowerPoint: regelmässige Erstellung von Kundenpräsentationen.» So wird deutlich, was hinter deinen Fähigkeiten steckt.
Digitale Skills entwickeln sich weiter
Digitale Anwendungen verändern sich laufend. Programme erhalten neue Funktionen, Arbeitsprozesse werden digitalisiert und neue Technologien wie künstliche Intelligenz schaffen zusätzliche Möglichkeiten.
Deshalb geht es bei EDV- und IT-Kenntnissen nicht nur darum, welche Programme du heute beherrschst. Ebenso wichtig ist deine Bereitschaft, neue digitale Fähigkeiten zu lernen und bestehende Kenntnisse weiterzuentwickeln.
Deine EDV- und IT-Skills kannst du selbstverständlich auch in der Work-ID erfassen.
